Emerging Media Reloaded war ein voller Erfolg

Nach etwas mehr als einem Jahr ist gestern die Fortsetzung der Diskussionsreihe „Emerging Media – Gespräche über die Medienökonomie der Zukunft” gestartet.
Der Abend stand ganz im Zeichen des Dschungelfiebers, aber es ging nicht um Schnecken-essende C-Promis, sondern um den noch wenig erforschten eBook-Dschungel, durch den sich die Konsumenten im Moment quälen müssen.

Zusammen mit Lina Burghausen habe ich die wichtigsten Aspekte unseres Buchmesse-Vortrags aus dem letzten Jahr (s. Projects) vorgestellt und in großer Runde über DRM, Preisdebatte und Kundenservice im Netz diskutiert.

Folgende Erkenntnisse fand ich recht interessant:
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Emerging Media Reloaded war ein voller Erfolg

Kunden sind keine Schwerverbrecher

In der Regel sind die Kunden keine Schwerverbrecher, obwohl man es bei den vielen Restriktionen, die Verlage um ihre eBooks wie Burggräben und Schützenanlagen ziehen, manchmal fast glauben könnte. Wer schon mal den Versuch unternommen hat ein DRM-geschützes eBook zu kaufen, weiß wovon ich spreche. Das kann schon mal ein paar Stunden dauern und einige Nerven kosten. Dabei ist ein Kunde, der das Produkt legal erwirbt, so wertvoll für den Verlag, dass dieser ihn eigentlich mit Samthandschuhen anfassen sollte. Der Kunde gibt Geld für etwas aus, dass er in vielen Fällen in ähnlicher Qualität (denn viele eBooks überzeugen in ihrer digitalen Gestaltung noch nicht) umsonst in Tauschbörsen finden könnte. Trotzdem wählt er den Weg, der mit höheren Kosten und einem höheren Aufwand verbunden ist und dementsprechend einen geringeren Nettonutzen bietet. Warum? Weil er ein hohes Interesse am Produkt und dessen Inhalt hat und dieser Wert größer ist als die entstehenden Kosten. Von diesen Kunden gibt es im Internet mit seiner Gratis-Kultur vermutlich nicht allzu viele und wenn es ihnen dann noch schier unmöglich gemacht wird, die legal erworbenen Produkte vernünftig zu nutzen, verwundert es nicht, wenn sie beim nächsten Mal vielleicht doch eher auf die Raubkopie ausweichen. Dafür müssen sie einerseits nichts zahlen, andererseits wird ihre Nutzung nicht eingeschränkt, also doppelter Gewinn aus Kundensicht.
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Kunden sind keine Schwerverbrecher

Es tut sich was im eBook-Markt

In Frankfurt ist es mir dieses Jahr zum ersten Mal aufgefallen, an vielen Ständen konnte man eBooks, eReader und die passende Software ausprobieren. Es scheint, als ob der Trend, von dem in der Branche seit vielen Jahren geredet wird, nun endlich in der Wirklichkeit angekommen ist. Der Hype um das iPad und die Apps tut sein Übriges, um das Digitale ins Bewusstsein des Konsumenten zu rücken. „Es tut sich was im eBook-Markt“ weiterlesen

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