Deutsche Reiseführerverlage im digitalen Neuland (Teil 1: E-Books)

Eine meiner großen Leidenschaften ist das Reisen, genauer: das Planen von Reisen. Wer mich kennt oder schon mal mit mir unterwegs war, weiß, dass ich meist mit diversen Exceltabellen und selbstzusammengestellten Stadtführungen ausgestattet bin.
Wenn eine neue Reise gebucht ist, gibt es für mich nichts Schöneres als in einer großen Buchhandlung die Reiseführer zu durchstöbern. Obwohl ich als Digital Nativin E-Books eigentlich bevorzuge, mache ich bei Reiseführern meist eine Ausnahme.

Auch eine Digital Nativin liest mal gedruckt - vor allem wenn sie keine andere Wahl hat
Auch eine Digital Nativin liest mal gedruckt – vor allem wenn sie keine andere Wahl hat

Die Vorteile der Druckausgabe liegen auf der Hand: Man kann schnell durchblättern, wenn man etwas sucht, oft gibt es zusätzlich eine Karte, die unterwegs hilfreich ist und man muss sich keine Gedanken um einen leeren Akku machen.
Aber seitdem Internetportale wie TripAdvisor sich wachsender Beliebtheit erfreuen, es zu jedem noch so abgelegenen Ort ein Forum mit den Erfahrungen anderer Reisender gibt und man mit dem Smartphone auch unterwegs jederzeit auf aktuelle Infos zugreifen kann, stehen die Reiseführerverlage vor zwei großen Problemen:

  • Aktualität (Stimmen Preise und Öffnungszeiten der Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Hotels noch?)
  • Bewertung (Wie viel ist die Meinung eines einzelnen Autors wert im Vergleich zur Intelligenz der Massen?)

Vor ein paar Tagen habe ich zu diesem Thema einen Artikel auf boersenblatt.net gelesen und in den nächsten Wochen sollen hier in einer dreiteiligen Serie die Aktivitäten der großen deutschen Reisebuchverlage im Digitalbereich beleuchtet werden. Den Anfang machen heute E-Books, danach möchte ich mir noch die Online-Plattformen (Teil 2) und Apps (Teil 3) anschauen.
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Deutsche Reiseführerverlage im digitalen Neuland (Teil 1: E-Books)

Kunden sind keine Schwerverbrecher

In der Regel sind die Kunden keine Schwerverbrecher, obwohl man es bei den vielen Restriktionen, die Verlage um ihre eBooks wie Burggräben und Schützenanlagen ziehen, manchmal fast glauben könnte. Wer schon mal den Versuch unternommen hat ein DRM-geschützes eBook zu kaufen, weiß wovon ich spreche. Das kann schon mal ein paar Stunden dauern und einige Nerven kosten. Dabei ist ein Kunde, der das Produkt legal erwirbt, so wertvoll für den Verlag, dass dieser ihn eigentlich mit Samthandschuhen anfassen sollte. Der Kunde gibt Geld für etwas aus, dass er in vielen Fällen in ähnlicher Qualität (denn viele eBooks überzeugen in ihrer digitalen Gestaltung noch nicht) umsonst in Tauschbörsen finden könnte. Trotzdem wählt er den Weg, der mit höheren Kosten und einem höheren Aufwand verbunden ist und dementsprechend einen geringeren Nettonutzen bietet. Warum? Weil er ein hohes Interesse am Produkt und dessen Inhalt hat und dieser Wert größer ist als die entstehenden Kosten. Von diesen Kunden gibt es im Internet mit seiner Gratis-Kultur vermutlich nicht allzu viele und wenn es ihnen dann noch schier unmöglich gemacht wird, die legal erworbenen Produkte vernünftig zu nutzen, verwundert es nicht, wenn sie beim nächsten Mal vielleicht doch eher auf die Raubkopie ausweichen. Dafür müssen sie einerseits nichts zahlen, andererseits wird ihre Nutzung nicht eingeschränkt, also doppelter Gewinn aus Kundensicht.
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Kunden sind keine Schwerverbrecher

Es tut sich was im eBook-Markt

In Frankfurt ist es mir dieses Jahr zum ersten Mal aufgefallen, an vielen Ständen konnte man eBooks, eReader und die passende Software ausprobieren. Es scheint, als ob der Trend, von dem in der Branche seit vielen Jahren geredet wird, nun endlich in der Wirklichkeit angekommen ist. Der Hype um das iPad und die Apps tut sein Übriges, um das Digitale ins Bewusstsein des Konsumenten zu rücken. „Es tut sich was im eBook-Markt“ weiterlesen

Es tut sich was im eBook-Markt